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Die Geschichte zum Muster # Scania

Scania, was wir Schonen nennen, ist eine Region Schwedens, die auch als Speisekammer Schwedens bekannt ist. Schonen ist der südlichste Teil Schwedens und zum Großteil eine Halbinsel. Schonen ist eine vielfältige Region, die zu ca. 70 % aus entweder Feldern oder Grünland besteht. Zwischen 1100–1200 entstand aufgrund der reichen Heringsfischerei im Öresund in Skanör und Falsterbro ein Zentrum für den internationalen Handel, wo der so genannten Schonenmarkt während des gesamten Mittelalters eine wichtige Rolle spielte. Schonen hat 240 Schlösser und Herrenhäuser. Von den Schlössern ist Schloss Hovdala, das zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet wurde, Um das 17. Jahrhundert wurden die Verteidigungsanlagen u. a. mit dem charakteristischen Turm ausgebaut. 1678 brannte das Schloss nieder. Der Besitzer Jöns Mickelsson ließ es allerdings wieder errichten. Ihm wurde der Adelstitel Ehrenborg verliehen und Hovdala war für neun Generation im Besitz der Familie. Das Schloss ist heute nationales Kulturerbe.


In Båstad liegt das Atelier von Märta Måås-Fjetterström, die von 1873 bis 1941 lebte und die Textilkunst Schwedens revolutionierte. Ihre Designs gelten noch heute als modern. Sie war gelernte Kunstlehrerin und arbeitete u. a. im Kulturen, dem Freilichtmuseum in Lund, und bei Svensk Hemslöjd in Malmö und begann schon früh Muster für Gewebe zu zeichnen. 1914 wurde ihr in der Baltischen Ausstellung in Malmö von Ludvig Nobel, der „Hjorthagen“ erwarb, große Aufmerksamkeit geschenkt. Er ermutigte sie dazu, ihr eigenes Atelier in Båstad zu öffnen. Märta Måås-Fjetterström kreierte über 700 Skizzen für Teppiche und Gewebe und ihr Musterschatz steht seit 1942 unter der Verwaltung von MMF AB. Sämtliche Werke werden von Hand aus Wolle und Leinen aus der eigenen Färberei gewebt. Eine Skizze mit der Inschrift „var vid gott mod“ (dt. sei guten Mutes) lag zu Ostern 1941 auf dem Schreibtisch, wurde aber nie gewebt.

Die Designerin Åse Öjbro, Gründerin der Öjbro Vantfabrik, hat tragbare Kunst geschaffen, deren Ausgangspunkt unsere Fäustlinge waren. Åse arbeitete auch als Künstlerin und malte viele Jahre lang Gemälde, bevor sie beschloss, Wolle als Ausdrucksform zu wählen. Sie hat dieses dekorative Fäustlingmuster mit zwei Rothirschen und der Gans Schonens oben geschaffen. Ein Muster mit deutlichen Symbolen auf der Vorderseite des Fäustlings. Das Bündchen ist zweifarbig, um an Schonens fruchtbare Landstriche zu erinnern.

„Ich wollte den Stolz Schonens verewigen, der in meiner Variante von den zwei stattlichen Rothirschen symbolisiert wird. Schonen ist auf vielerlei Weise eine reiche Landschaft mit Industrien wie Trelleborg, Tetra pak und Perstorps. Die Äpfel und Mostereien von Kivik, der Kuchen Spettekaka und die Suppe Svartsoppa sowie das Gänseessen. Mir persönlich war es wichtig, die begabte Märta Måås-Fjetterström und ihre fantastischen Werke mit meinem Muster Scania zu ehren.“
 

Seit wann im Norden bereits Fäustlinge gestrickt werden, weiß man nicht, aber es gibt bewahrte Teile von Fäustlingen, die aus dem 13. Jahrhundert stammen.

* Dieser Fäustlinge wurde von Märta Måås-Fjetterström und ihrem Lebenswerk inspiriert. Schonens hübsche Rothirsche und anschließend farbig mit traditionellen Farben unterlegt.

Die Öjbro Vantfabrik hat es sich zur Aufgabe gemacht, unsere verschiedenen Stricktraditionen am Leben zu erhalten